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Werner-Richard-Berufskolleg - Inklusion

Inhalt

Inklusion

Die UN-Behindertenrechtskonvention betont das zum Begriff „Inklusion“ gehörende Recht auf uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das WRBK begrüßt dies ausdrücklich. Eine abgeschlossene Berufsausbildung erleichtert die Teilhabe am berufl ichen und gesellschaftlichen Leben und ist damit ein Bestandteil der Inklusion.

Der Gesetzgeber leitet aus der Konvention die Verpflichtung ab, Inklusion bezüglich des Rechts auf Bildung auch schulisch zu verankern. Für das WRBK bedeutet Inklusion nicht nur eine einseitige Zielrichtung hin zu allgemeinen Schulen, sondern ebenso eine Öffnung der Förderschulen für nichtbehinderte Jugendliche und junge Erwachsene.

Um den mit großen Chancen verbundenen Prozess der schulischen Inklusion, der für die Einrichtung elementare Wichtigkeit besitzt, zu begleiten und mitzugestalten, wurde 2011 die Konzeptgruppe Schulische Inklusion eingerichtet. Sie muss in ihrer Arbeit besonders auch Aspekte der Refinanzierung und natürlich des Schulgesetzes mit seinen Änderungen berücksichtigen. Unter anderem aus der Arbeit dieser Konzeptgruppe resultieren folgende aktuelle Maßnahmen:

  • Das WRBK öffnet sich in den schulischen Teilen der Ausbildungsberufe Kauffrau/-mann im Gesundheitswesen, Informatikkauffrau/-mann sowie Produktdesigner/ in vermehrt für nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler. Die Erfahrungen sind hier durchweg sehr positiv, sowohl für nichtbehinderte wie für behinderte Schülerinnen und Schüler.
  • Der Besuch des WRBK ist dem Besuch eines Regelberufskollegs gleichgestellt.
  • Kollegen vertreten das WRBK als Inklusionsberater an anderen Schulen.
  • Im Fachforum Bildung im Rahmen des Aktionsplans Menschengerechte Stadt Wetter (Ruhr) macht das WRBK folgende Angebote:
    • Beratung für Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf,
    • Berufliche Orientierung und Ausbildung für Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf, speziell im Bereich der Körperbehinderung,
    • Gemeinsame Projekte mit 9. und 10. Klassen von Regelschulen zur beruflichen Orientierung,
    • Beratung für Eltern von Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Der Fortbestand und Ausbau der oben aufgeführten Maßnahmen werden wichtige Aspekte der Arbeit der Konzeptgruppe sein. Hinzu kommt als Schwerpunkt innerhalb der schulischen Entwicklung die Aufgabe, weitere Perspektiven für die schulische Inklusion zu erarbeiten. Die konkrete Planung und Umsetzung solcher Perspektiven muss dabei viele Unsicherheiten hinsichtlich der gesellschaftlichen wie schulrechtlichen Tendenzen berücksichtigen.

Gerade weil das WRBK das Ziel der Teilhabe am gesellschaftlichen und berufl ichen Leben als unabdingbar ansieht, besteht der Anspruch, mit der eigenen Kompetenz die Rolle als Gestalter einzunehmen.

Daher hat die Konzeptgruppe verschiedene Perspektiven erarbeitet und diskutiert. Sie sind vorerst nur als langfristige Möglichkeiten zu betrachten, deren Konkretisierung von zurzeit noch unsicheren Entwicklungen abhängt. Entscheidungen werden hierbei sicherlich nur zusammen mit dem Schulträger getroffen werden.

Ebenso bedürfen solche gravierenden Veränderungen einer intensiven Diskussion mit dem Gesamtkollegium. Als Entwicklungsschwerpunkt bereits recht konkret sind die Planungen des WRBK, sich neben den Ausbildungsberufen Kauffrau/-mann im Gesundheitswesen, Informatikkauffrau/-mann und Produktdesigner/in auch in weiteren Berufen nichtbehinderten Schülerinnen und Schülern zu öffnen und Kooperationen mit regionalen Berufskollegs einzugehen, soweit dies gesetzlich ermöglicht wird.

Patrick Görtz und Marvin Husberg, Schüler Werner-Richard-Berufskolleg

»Mann am Herd - Gold wert!«

Patrick Görtz und Marvin Husberg, Schüler Werner-Richard-Berufskolleg